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Esport-Namen, die man kennen muss: olofmeister – CS:GO

Vom CS:GO-Staatsfeind bis zum Idol – olofmeister hat in seiner Karriere bereits alle Höhen und Tiefen durchgemacht. Zu seinem Comeback bei FaZe zeigen wir euch, was er schon alles geleistet hat.

Zweifacher Major-Sieger, verewigt im Spiel und auf der Bühne ausgebuht. Wenige Counter-Strike-Spieler hatten so eine polarisierende Vergangenheit in der Szene wie Olof “olofmeister” Kajbjer Gustafsson. Hier seht ihr, was der “boostmeister” schon erreicht hat.

Karrierestart in Schweden

Wie viele CS:GO-Profis startete auch olofmeisters Karriere in Counter-Strike 1.6. Nach einer Verletzung als angehender Fußballprofi vertiefte sich der Schwede mit 17 Jahren in das Spiel. Schon 2009 spielte er mit seinem Team Aquintra bei der DreamHack mit.

Bei seinem nächsten Team RAGE-Gaming lernte er Dennis “dennis” Edman kennen, mit dem er immer wieder zusammen spielte. Mit dem Wechsel auf CS:GO musste auch Kajbjer mehrfach das Team wechseln, um die richtige Organisation zu finden.

Beim schwedischen Roster von LGB Esports zeigte er dann sein Können mit der Qualifikation für das erste CS:GO-Major 2013. Teil des Teams war dort auch sein späterer Fnatic-Kollege Freddy “KRiMZ” Johansson. Nach mehreren Siegen in kleinen Turnieren und dem Erreichen des Halbfinale bei der EMS One Katowice 2014 wechselten die beiden Spieler im Sommer des Jahres zu Fnatic.

Das beste Team der Welt?

Zur Zeit des Wechsels war Fnatic auf Augenhöhe mit den Ninjas in Pyjamas. Die beiden Teams waren Rivalen im Kampf um den Titel des besten schwedischen Teams. Im neuen Team trafen die zwei auf Robin “flusha” Rönnquist, esper “JW” Wecksell und Markus “pronax” Wallsten, welche bereits 2013 die erste Weltmeisterschaft des Spiels gewonnen hatten.

Schon nach zwei Monaten ging es für olofmeister mit dem neuen Team zu CS:GO-Major Nummer drei, der ESL One Cologne 2014. Und wie hätte es anders sein sollen: Im Finale trifft das Team auf die Ninjas in Pyjamas. Mit einem 1:2 unterliegen sie nur knapp. Für die Ninjas war das der Höhepunkt der Karriere, für die Jungs von Fnatic war das erst der Anfang.

Im Laufe des Jahres wurde das Team nur besser und gewann mehrere große Turniere, darunter ESWC 2014 gegen LDLC und FaceIt League Season 2 gegen iBUYPOWER.

Der Start der Kontroverse

Doch im November 2014 schien es bei der DreamHack Winter gegen die Fanzosen von LDLC im Viertelfinale nicht zu reichen. Nach einer Niederlage auf Dust II und einem Sieg auf Cache war LDLC auf der letzten Map Overpass mit 13-3 in Führung.

Das Schicksal der Schweden schien absehbar, bis sie ihren letzten Trumpf ausspielten, der Esport-Geschichte schreiben sollte: den Olofboost. Auf der sehr vertikalen Map gab es einen bestimmten Punkt, von dem aus Fnatic mit einem cleveren Boost die komplette Map überblicken konnte, ohne dass die Gegner etwas davon ahnten.

Oben auf dem Boost stand olofmeister, der mit seiner Scout und später sogar mit der Autosniper keine Gnade walten ließ.

Fnatic gewann die Map. Doch es entfachte sich eine Diskussion um den Boost, nach der die letzte Map hätte wiederholt werden sollen. Viele Profis und große Teile der Community stellten sich gegen Fnatic. In letzter Konsequenz gaben die Schweden das Match auf, LDLC sollte später das Turnier gewinnen.

Dafür wurde olofmeister gleich zwei mal auf Overpass verewigt. Auf dem A-Spot hängt bis heute ein Schild mit der Aufschrift “Geländer übersteigen verboten”, während auf dem B-Spot eine Bombenentschärfung eingebrannt wurde, bei der olofmeister gegen Team Dignitas bei der ESL One Cologne 2014 in einem Molotov entschärft hat. Diese Aktion hat ihnen damals den Einzug ins Finale gesichert.

Das beste Team der Welt!

Doch das Team schien von dem Hass in den Foren und auf den sozialen Medien unberührt. 2015 startete die Fnatic-Ära, die Schweden gewannen mit der ESL One: Katowice 2015 und der ESL One: Cologne 2015 als erstes Team zwei Majors direkt hintereinander.

Dabei räumte olofmeister auch eine Auszeichnung als bester Spieler des Turniers in Polen ab. Das Jahr 2015 war der Höhepunkt seiner bisherigen Karriere.

Auch 2016 konnte Fnatic mit der IEM Katowice ein wichtiges Turnier gegen die damaligen Favoriten Luminosity Gaming gewinnen. Dennoch kam das Team vor allem im Folgejahr nicht mehr ganz an die Leistungen von 2015 heran.

Für Kajbjer wurde es nach drei Jahren Zeit, das Team zu wechseln.

Neustart bei FaZe

Mit dem internationalen Superteam von FaZe sollte es für olofmeister wieder an die Spitze der Rankigns gehen. Zumindest war das der Plan, als die Organisation 2017 ein Team aus den besten (und teuersten) Spielern zusammen stellte, die der Markt zu dem Zeitpunkt bieten konnte.

Leider konnte sas Team nach einem guten Start nie das Potential ausschöpfen, das das Line-up eigentlich versprach. Zwar gewann das Team über mehrere Jahre einige große Turniere wie EPICENTER 2018, doch die Leistungen waren zu unkonstant.

Auch bei Majors scheid FaZe häufig früh in den Playoffs aus. Dennoch war olofmeister bis zum StarLadder Major in Berlin der einzige Spieler überhaupt, der bei jedem CS:GO Major in den Playoffs stand.

Im Frühjahr 2020 entschied sich der mittlerweile 28-Jährige dann, eine Pause vom Spiel einzulegen. Grund dafür waren laut eigener Aussage Erschöpfung und fehlende Motivation.

Erst bei der aktuellen BLAST Premier Fall Series wurde bekannt gegeben, dass Kajbjer als Ersatz für den zu G2 gewechselten Niko einspringen würde. Ob olofmeister nun dauerhaft wieder in den Einsatz kommen wird, müssen wir abwarten. Einen weiteren großen Sieg würden wir dem Veteranen der Szene gönnen. Immerhin ist er einer von nur vier Spielern, die bisher bei jedem Major dabei waren.

Welche Szene von olofmeister ist bei euch im Gedächtnis geblieben? Schreibt es uns auf Facebook, Twitter oder Discord!
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Bildquelle: FaZe


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